Schäuble nimmt HDJ-Verbot zurück

Das Verbot der HDJ war ein Versehen.“ [1]
Wolfgang Schäuble, BRD-Innenminister

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BRD-Innenminister Wolfgang Schäuble nahm heute das Verbot der Gruppierung „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ) zurück. Der Grund läge in einer Informationspanne. So hätten Mitarbeiter des Verfassungsschutzes die unverifizierten Behauptungen anonymer Verfasser von dem Mitmach-Blog Wikipedia abgeschrieben und Fotomontagen der Autonomen Antifa Mecklenburg-Strelitz als echte HDJ-Propagandaplakate eingeschätzt. Weiterhin hätten die Ermittler bei der Spurensicherung an einem hakenkreuzverschmierten Geschirrhandtuch kontaminierte Wattestäbchen benutzt und damit fälschlicherweise das Geschirrtuch mit dem Mordanschlag auf einen Passauer Polizeichef in Zusammenhang gebracht. Schäuble hierzu: „Wir haben aus Versehen die falsche Vereinigung verboten. Dies ist neben Ermittlungsfehlern vor allem einer Übertragungspanne geschuldet. Eine Sekretärin vertauschte die Abkürzungen ,HDJ’ und ,DHJ’. Es ist natürlich Unsinn, eine rechte Krabbelgruppe zu verbieten, während islamistische Fanatiker die Terroristen von morgen ausbilden und unsere verfassungsmäßige Ordnung bedrohen. Das Verbot betrifft nunmehr die Gruppierung ,Deutscher Heiliger Jihad’ (DHJ) .“

Einige Qualitätszeitungen reagierten bereits auf die Meldung und korrigierten ihre gestrigen Beiträge. So ist nunmehr von „muslimischen Rattenfängern“, „islamischem Kindesmissbrauch“, „orientalischen Lockvögeln“, „asiatischem Sumpf“ und „religiösem Virus“ die Rede.

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[1] Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums: „Aprilscherz im Sekretatiat Schäubles?“, 01.04.2009

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  1. [...] Informationen von Netzwerk Recherche hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble das erst gestern verhängte Verbot der [...]

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