„Lieber ein Abzeß im After als ein deutscher Burschenschafter.“ Die österreichische Qualitätszeitung derStandard (nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Parteizeitung „Standarte“ der Nazitruppe FAP [1]) rezipierte dieser Tage das „Live“-Magazin der britischen „Daily Mail“, nach welchem Österreich zum „weltweiten Fokus der Neonazis“ geworden sei. So warnt Journalist Billy Briggs in seinem Artikel „The far right is on the march again: the rise of fascism in Austria“ vor Rechtsextremisten, die vermehrt in hohe Funktionen gelangen würden, zeichnet enge „Verbindungen zwischen FPÖ und rechtsextremen Burschenschaften nach. … Sollte die FPÖ an die Regierung kommen, sei es ,absolut möglich’, dass das NS-Wiederbetätigungsgesetz abgeschafft wird -,und wenn das passiert, könnten Hakenkreuze wieder in Österreichs Straßen zu sehen sein’.“ [2] Soweit also nicht neues aus dem medialen Gruselkabinett. Doch „legt Briggs im derStandard.at-Gespräch noch ein Schäuferl nach: ,Ich schaudere beim Gedanken, als Moslem in Österreich zu leben’, so Briggs. Österreichs Neonazis hätten ihre Lektion aus der Vergangenheit gelernt – und zwar insofern, als sie nun im Hintergrund blieben, während ,respektable’ Rechtsparteien stellvertretend für sie breiten Rückhalt in der Gesellschaft gewinnen. Das sei kein rein österreichisches Problem, meint Briggs: ,Die Alarmglocken sollten in ganz Europa schrillen.’„ Und morgen in der ganzen Welt!
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Antifa-Schlachtruf
[1] Prof. Dr. Schulz: „Script zu Staats- u. VerfR“, Frankfurt, 03/2006
[2] Der Standard: „Britisches Magazin warnt vor Österreichs Rechtsextremisten“, 18.03.2009
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